Prost Mahlzeit! – vServer und sowas

Ich dachte ich spinne, als mir A. am 1. März eine Mail weiterleitet: Kündigung zum 31. des selben Monats. Wir sind beide Kunde des gleichen Anbieters, und finde es verwerflich, erst durch einen guten Bekannten zu erfahren, dass einem der vServer (nicht nur mir, es wäre „Der Support für die oben genannten Produkte ist einfach zu aufwendig“), was man natürlich sehr bedauere. Ich erfuhr durch diese Weiterleitung, dass A. die Mail schon am 18. Februar erhielt – wieso wurde ich nicht gekündigt? Wie auch immer, eine Nachfrage beim Betreiber der Firma sollte helfen. Selber nutzte dieser Skype, also geht das auch recht flott. Interessanterweise bestätigte er mir die Kündigung, allerdings war mir in den AGB kein Punkt bekannt, der eine Kündigung seitens des Anbieters in der Vertragslaufzeit zulässt. Ich bin auch kein Anwalt, und so schlimm ist es auch nicht. Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch denke. Längeres Nachdenken brachte mich zu dem Punkt, dass ich keine Kündigung erhalten habe – weder der Spam-Ordner noch der Posteingang sagen dazu etwas. Ich schrieb am 4. März gegen Abend per Skype:

Guten Abend, Ich habe bisher noch keine Kündigung erhalten. Damit gehe ich davon aus, dass ich doch nicht betroffen bin, da nur ein Freund diese Mail erhalten hat.

Das war offenbar für ihn der Zeitpunkt, mir eine Kündigung zu senden – am 5. März erhielt ich die Kündigung zum 31. März. Ich bin mir, wie gesagt, nicht wirklich sicher, ob das so richtig ist. Bei der Bestellung wurde eine Vertragslaufzeit von einem Monat eingegeben. Ich finde es schon leicht verwerflich, dass man mir die Kündigung 26 Tage vorher sendet – das sind nicht mal 4 Wochen. Aber: Man könne mir ein Übernahmeangebot einer Partnerfirma unterbreiten. Eine Anfrage bei der „Partnerfirma“ bestätigte dies, nur ist der kleine Haken, dass diese vServer immer einen Daemon in ihrem Inneren haben, weshalb ich ein Debian Squezze minimal ohne Daemon wünschte.  Leider warte ich noch auf die Zahlungseingangsbestätigung. Dadurch, dass diese vServer samt Webinterface für Gameserver konzipiert wurden, sind diese etwas günstiger – ABER: FINGER WEG! Weder eine Firewall noch Updates macht dieser Daemon! Den genauen Anbieter möchte ich nicht nennen. Das Webinterface, welches mit dem Daemon verheiratet ist, will Root-Passwort für den vServer und braucht SSH-Connection über Port 22. OK, Port kann man umstellen, aber mit Minimal ist da nix: Web-, Mail-, DNS- und FTP-Server sind halb konfiguriert vorinstalliert. Der Daemon ist offenbar auch nicht in der Lage ein System im Griff zu halten, wenn man darüber nachdenken könnte, die apt-get upgrade -Liste per more  auszuführen:

apt-get upgrade | more

😉

Jedenfalls ist es nicht OK, dass ich eine ellenlange Liste mit Updates bekomme. Der Daemon hinterlässt überall Spuren, und Neuaufsetzen ist nicht möglich, da sich der Daemon wieder ins System klinkt, bevor der vServer das erste mal gestartet werden kann. SSH-Keys, User, Software, Configs, Datenmüll – es nervte. Wobei sich mein Budget in Grenzen hielt, was mich zu diesem Anbieter zwang. Mal sehen, wie das neue Angebot ist. Jetzt geht das Backup der logs, Configs, Daten und Datenbanken los…na toll.

Solange wird auch der Hostertest pausiert.