Die Nachfolger, gefangen in der Unendlichkeit

Mit schrecklicker Normalität beginnt jener Morgen – wie jeder dieser Gattung – Mittwoch früh, irgendwann vor um sieben, in einer öffentlichen Straßenbahn meines lokalen öffentlichen-Personennahverkehr-Betreibers. Gut betankt mit dem vergötterten Bohnengetränk, das sich jetzt in irgendeiner Weise noch bemüßigt fühlen sollte, das enthaltenene Aufputschmittel die enthaltene Start-in-den-Tag-Droge in die Blutbahn abzugeben. Bevor man überhaupt dazu kommt, daran zu denken, wie lange denn die Halbwertszeit von Koffein ist, und warum man eigentlich immer noch nicht im Großhandel die vergrößerte Variante der Familienpackung Kaffeepulver erworben hat, beginnt schon beim gemeinschaftlichen Warten an der Haltestelle mit Leuten, die man jeden Morgen sieht, aber nicht kennt – und unter Umständen gar nicht kennen lernen will – eine Form des Anfalls von gesellschaftskritischem Denken, oder zumindest ein Ansatz dessen; im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten vor 7 Uhr.

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OneNote-Notizbuch aus OneDrive – Backupstrategie zur Archivierung

Wie bereits beschrieben, landen bei mir alle OneNote-Notizbücher in der Wolke – genauer bei Microsofts OneDrive. Und genau von dort würde ich die gern sichern, um „Fehlbedienungen“ vorzubeugen, denn auch Löschungen werden synchronisiert. Dazu ist mein Plan folgender:

  • OneNote synchronisiert sich mit OneDrive.
  • OneDrive wird regelmäßig auf einen Linux-Server gebackuppt.
  • Dieser Server wird nächtlich zu mir nach Hause gebackuppt, somit also auch die OneNote-Notizbücher.

Zum ersten Punkt muss ich nichts weiter sagen – einfach OneNote mit einem Winzigweich-Konto verknüpfen, und auf gehts. Ergebnis ist folgendes:

Übersicht der Notizbücher
Übersicht der Notizbücher

Und darin verbirgt sich auch schon das Problem. Der oben in der grauen Leiste sichtbare Button „Herunterladen“ verschwindet prompt, wenn man ein Notizbuch markiert. Warum? Das liegt daran, dass ein OneNote-Notizbuch eigentlich gar keine Datei ist, sondern effektiv ein Ordner, in dem für jeden Abschnitt eine .one-Datei liegt, also Mathe.one und Latein.one.

Mein Ansatz bis hierher war, einfach den Ordner per OneDrive-API (also einer speziellen Programmierschnittstelle) auf meinen Server herunterzuladen. Nur leider gibt es nur eine Möglichkeit, Dateien von OneDrive per API herunterzuladen, aber keine Ordner. Das bedeutet also, ich muss für jeden Abschnitt die Datei /Dokumente/Schule/<Fach>.one herunterladen – ein großartiges Chaos, oder „große Soße“, wie eine einzelne Person in meinem Umfeld jetzt sagen würde. Und um diesen Prozess zu automatisieren, braucht man definitv Vorkenntnis – für den gemeinen Laien ist hier Schluss, vermute ich. Und das ist schlecht, denn Backups sind wichtig.

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Über Microsofts Definition von „alt“ – Surface Pen unter Windows 10

Mein mobiler Arbeitssklave, das Surface Pro 3, ist nun bereits in den Gedanken der Firma WinzigWeich (böse Zungen sprechen auch von Micro$oft) im amerikanischen Redmond angestaubt und solle doch bitte durch das Surface Pro 4 ersetzt werden, das neben internem technischen Fortschritt auch einen neuen Stift bietet. Leider ist aber mein finanzielle Situation eine andere als die der Herren Gates, Ballmer oder Nadalla, weshalb ich für meinen Teil bis zum endgültigen Ableben des Gerätes bei meinem Pro 3 bleiben will. Genau das versucht Microsoft aber offenbar, mir auszureden. So ist es unter Windows 10 Pro, welches ich in Kombination mit meiner Raspberry-Pi-Samba-Domäne verwende, nicht mehr möglich, die Aktion beim Drücken des hinteren Stiftknopfes auszuwählen. Bisher war es so, dass man am hinteren Ende des Stiftes wie bei einem Kugelschreiber drücken konnte, allerdings keine weitere Mine und glücklicherweise schon gar keine Miene zum Vorschein kam, sondern dem Surface per Bluetooth mitgeteilt wurde, dass es bitte einen neuen Abschnitt in OneNote anlegen und öffnen möchte. Das ist seit der Installation von Windows 10 bzw. dem Erhalt eines Austauschgerätes nach einem Garantiefall mit vorinstalliertem Windows 10 nicht mehr möglich; es öffnet sich immer die ungewollte kostenlos-Variante von OneNote im Windows-App-Stil und nicht die nebenbei installierte, vollwertige Variante von OneNote 2016. Und das ist nur änderbar, wenn man den neuen Stift (aus der Generation des Surface Pro 4) kauft und am Surface Pro 3 einsetzt. Ansonsten wird in der dazugehörigen Einstellungsapplikation einfach keine Option angezeigt, die Aktion bei Stiftdruck zu ändern. Da ein neuer Stift aber gut und gerne 50€ kostet, und ich keinen Grund sehe, wegen einem virtuellen Radierer am Stiftende drei Kästen Wernesgrüner inklusive Pfand zu investieren, wollte ich bei meinem alten und funktionierenden Stift bleiben und eine Lösung finden. Und die fand sich, mit etwas Recherche im Netz:

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Digitale Mitschrift, aber womit?

Wie bereits angedeutet, möchte ich nun mit meinen Absichten konkreter werden. Ziel des gesamten Projekts soll es sein, digitale Mitschriften erfolgreich umzusetzen und mit selbigen sinnvoll lernen zu können. Dazu ist das Ziel folgendes:

  • klare Unterteilung des Systems in einzelne Fächer (z.B. Mathe, Deutsch, Geschichte) und Abschnitte (Grenzwerte von Funktionen, Bruchtherme und Gedichtsinterpretation)
  • die Inhalte müssen druckbar sein
  • Bearbeitung sollte zu Hause am Desktop-PC möglich sein, in der Schule möglichst mit einem mobilen Gerät > Telefon
  • Handschriftliche Mitarbeit, welche anschließend oder direkt digitalisiert wird, ist ein Gegenargument gegen die Fraktion der Handschriftverheiliger und sollte möglich sein.
  • Die Mitschriften dürfen nicht länger als ein Papiermitschrift dauern und sollte sinnvoll mit digitalen Mehrwertinhalten (toller Begriff!) wie Bildern, Karten und ähnlichen Pixelhaufen gefüllt werden können.
  • Formeln und derartige Formatierungsherausforderungen müssen einfach einfügbar oder zumindest digital-handschriftlich ergänzbar sein.
  • Ausgeteilte Arbeitsblätter müssen integriert werden.

Und damit begann die Suche. Und endete folgendermaßen:

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Wenn Schule digital wird – ein Selbstversuch

In der priviligierten Stellung, in regelmäßigen Abständen eine Zwangserweiterung meines Wissens genießen zu dürfen, beschritt ich jedes Ende eines Schuljahres mit bis zu zwei prall gefüllten Leitz-Ordnern der größeren Gattung an Resterzeugnissen toter Bäume. Während es neben der Schule genügend Gründe gibt, sich über gesteigerte Mengen an Bürokratie aufzuregen, ist doch manche Steuererklärung lustig und unterhaltsam gegen das, was ich mein Eigen nennen darf. In Zeiten, wo Amazon die Rechnungen digital per Mail versendet und auch Klamottenbestellungen ohne ein Blatt Papier durchgeführt werden können, ist es doch geradezu grotesk, dass der Ursprung unserer Bildung genau das nicht in den Griff bekommt: kaum ein anderer Ort ist so un-digital und hinterherhinkend wie unsere Schulen.

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Werbezwang für alle Welt

Wer kennt das nicht? Da beginnt schon wieder ein Blog-Artikel mit „Wer kennt das nicht?“. In einem Blog, auf dem es keinerlei Werbung gibt. Werbefreie Webseiten, das kennt nicht jeder. Unser allerliebstes Internet ist in diesen Tagen eine Erweiterung der Straßenbahnwerbetafeln, Großflächenplakaten und Flyerhaltern in Kaufhallen geworden. Kaufen, in-Anspruch-nehmen, Geld ausgeben um zu sparen – Werbung ist gang und gebe, ob nun unverblümt offen oder als Schleichwerbung auf Videoportalen á la YouTube: durch mich genauso ungeliebt, wie bei den betagten Familienmitgliedern in meiner Nachbarstadt.

Während die Senioren, auf welche ich mich damit beziehe, sich eher über ellenlange Werbepausen im Abendprogramm der Privatsender aufregen, um in der genannten Unterbechung den Müll mit den Werbebeilagen aus der Zeitung zur Tonne zu bringen, affektiert mich die überall aufblitzende Bannerwerbung überall im Netz eher. Einfliegende, blinkende – und knallbunte – Tafeln, bei denen ein Klick auf das kleine „x“ in der rechten oberen Ecke zwar zum Schließen führt, teils aber einen neuen Tab mit unerwünschtem Inhalt gebärt, sind neben den immer noch nicht ausgestorbenen Pop-Ups der Hauptgrund, weshalb ich die Reißleine gezogen habe und AdBlock Plus, das angeblich am häufigsten genutzte Tool für diesen Zweck, einfach in freier Selbstbestimmung installiert habe. Einfach so. Ohne zu fragen.

Das findet man offenbar bei diversen Verlagen, allen voran Axel Springer, nicht ganz so toll wie ich – und sperrt kurzerhand alle AdBlock-Nutzer aus, mit der Ausnahme, man könne ja knapp 3€ im Monat zahlen. Mein Interesse an der vierbuchstabigen Zeitung hält sich in sehr überschaubaren, engen Grenzen, weshalb mir das im Prinzip erstmal nicht zu schlaflosen Nächten verhelfen sollte. Die Herren in Berlin sehen das aber anders: Eyeo, der Anbieter von AdBlock Plus, ist schuld am fehlenden Umsatz. Und das muss korrigiert werden. Also – wir sind ja in Deutschland – wird Eyeo kurzerhand verklagt. Ergebnis: Schuldig, aber auch nicht. Erfolg für Springer: Eyeos Praxis, Geld von Firmen zu nehmen und im Gegenzug deren Werbung (…wenn sie denn bestimmten Richtlinien genügt) trotz AdBlock anzuzeigen, ist laut Gericht eine „unzulässige aggressive Praktik“. AdBlocker aber, so meint das Gericht, sind per sé nicht ungesetzlich, da es ja eine Entscheidung des Nutzers sei, AdBlocker zu installieren und Springer selbst nicht gezielt durch Eyeo benachteiligt werden würde. Springer möchte gern damit noch vor den BGH.

Nun kommt Bewegung in die Sache, denn auch die Politik ist auf einmal an der Thematik interessiert. In einem Bericht der zuständigen Kommision heißt es, dass es einen Workshop gegeben habe – unter Teilnahme von:

Vertretungen der Organisation der Mediaagenturen (OMG e.V.), der Omnicom Media Group Germany GmbH, des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT), der ARD, der Geschäftsführer der ZDF Werbefernsehen GmbH, der AG Privater Rundfunk (APR) sowie der Anzeigenchef eines Verlags.
Großartig. Da ging es bestimmt ganz ausgeglichen daher, da ja auch die Pro-AdBlocker-Fraktion bestimmt gut vertreten war…
Noch besser wird es erst an dem Punkt, wo man den Rechtsstaat mit seinen Gerichten gleich mal ignorieren will:
Die Medienunternehmen forderten vor diesem Hintergrund ein generelles gesetzliches Verbot von Ad-Blockern. Das Abwarten höchstrichterlicher Rechtsprechung […] wurde von ihnen als nicht zumutbar betrachtet.
Na klar! Ihr, liebe Medienunternehmen, werdet mir Werbung vorschreiben. Find‘ ich super! Endlich gebe ich die Hoheit über meinen Computer ab und die Benutzung eines kleinen Erweiterungprogramms meines Browsers wird zur Rechtswidrigkeit. Dass es aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar ist, AdBlocker nicht zu mögen, stelle ich außer Frage. Weshalb dann aber ein Programm verbieten wollen, welches ich auch außerhalb dieser Medienportale nutzen kann und auch möchte? Ein paar Nachrichtenseiten bedeuten nicht das Internet, auch wenn sich das mancherlei Gewerbe vielleicht wünschen würden.
Nicht zuletzt spielt auch die Werbeindustrie eine gewisse Rolle: Während ich mit dezenter Textwerbung, die vielleicht noch thematisch zur Webseite passt, keinerlei Probleme habe, schaffen es die Werbemacher immer wieder, den gemeinen Nutzer mit bereits genannten Problemvarianten der Verkaufsanregung auf die Palme und allerlei andere Bäume zu treiben. Wen wunderts also, dass ich ganze bildschirmlange Randstreifen, die mit einem Werbeanbieter verlinkt sind und rhythmisch ihren Inhalt ändern, ablehne?

Stairville D610H „verliert“ alle 3 Phasen

– tl;dr: unten schauen. –

Kurz und knapp am Rande, um vielleicht anderen Leuten zu helfen, die vor dem selben Problem stehen und dazu auch noch die Zeit im Nacken haben (…was ja am Rande einer Bühne ab und zu vorkommen soll…):

Problem war, dass mehrere Stairville D610H (alle an der gleichen 32A-Dose, die dann in einen Dreifacherverteiler mündete, der ebenfalls 32A-Stecker hatte) beim Anlegen eines DMX-Signals mit einem Enttec Open USB-DMX-Interface und QLC+ jeglichen Betrieb verweigerten, also alle 3 Phasen-LEDs abschalteten und auch das Menü nicht mehr erreichbar war – der Dimmer war zwar an, meinte aber, mir einen Zugang ins Menü nicht mehr ermöglichen zu wollen. Bei einem Druck auf eine der Tasten zeigte sich lediglich ein bunter Mix an Buchstaben und Zahlen im Display, oder irgendwas zwischen diesen alphanumerischen Zeichen. Anzusteuern war auch nichts mehr. Abhilfe brachte ein Aus- und Einstecken des Verteilers, sodass alle 3 Dimmer kurz vom Netz getrennt waren. Erst startet der Dimmer, verarbeitet das DMX entsprechend (Lampen gehen an), zeigt im Display, „DMX SIGNAL OK“ und kurz danach das selbe Problem. „NO DMX SIGNAL“, alle 3 roten LEDs für die Phasen(sicherungen) gehen aus und kurzerhand geht erstmal nichts mehr.

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Frauenfeindliche Brüste

Es ist Wochenende, ich habe mich um 12 aus dem Bett gequält und die nötigsten Arbeiten verrichtet, die für heute angedacht waren. Als Belohnung dafür genieße ich nun die Flickr-Top-500 des Tages (das sind 500 Fotos, die auf irgendeine Art und Weise jeden Tag aus den zig Fotos des Netzwerkes ausgewählt werden und einfach schön anzusehen), erfreue mich an guter Musik, etwas Schokolade und lese auf heise.de alles mögliche quer. Da mich nun das Themenfeld der Fotografie etwas mehr reizt als das der Autos, war also der logische Schluss, dass „heise Foto“ mehr Beachtung als „heise Autos“ geschenkt werden sollte. Neben einer neuen Kamera von Phase One – einem Hersteller, von dem ich noch nichts gehört habe, und dessen Tab ich bei einem Blick auf das Preissegment auch wieder geschlossen habe – gabs diesmal auch einen Artikel zu den „Werkstattkalendern“ fürs Jahr 2016. Erster Gedanke bei der Überschrift: Pirelli. Leicht bekleidete Frauen, teils mit entsprechender Betonung ihrer sekundären Geschlechtsmerkmale in Kombination mit den Erzeugnissen eines Reifenherstellers. Ästhetik, fotografische Kunst, Kult.

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Warum Weihnachten deplatziert ist

Es ist mitten im Dezember, viele nennen den aktuellen Zeitabschnitt auch „Adventszeit“. Rückblickend auf etwas länger vergangene Geschichte hängt das Ganze mit der Weihnachtsgeschichte zusammen, die sich für Interessierte in den Evangelien der Bibel, also im neuen Testament finden sollte. Aller Überlieferung nach fällt damit nun die Geburt Jesu‘ auf das Ende des Jahres, und genau dieser Termin prägt bis heute, in einer Zeit-ist-Geld-Mentalität, das Zusammenleben zum Jahresausklang. Oder soll prägen, wenn man dem (medialen) Umfeld in einer automatisierten Welt glaubt.

Auf einmal hat man die gesamte Familie im Haus, überall blinkt und leuchtet es, die Rechteinhaber an „Last Christmas“ haben Hochkonjunktur und jeder und alles predigt Besinnlichkeit, Frieden und Ruhe. Die Frage ist bloß, wo das denn dann umgesetzt werden soll. Mit Beginn der Jahresendurlaubszeit kehrt etwas mehr Entspannung, weniger Stress ein. Zeit, mal etwas runterzufahren und sich liegengebliebenen Dingen zu widmen. Man könnte mal wieder aufräumen. Oder alte Freunde anrufen. Wo soll da jetzt Platz für Weihnachten sein?

Besinnlichkeit, das ist dieses Jahr nicht drin. Die Stressmomente der Vorweihnachtszeit, die effektiv von der Zeit nach Weihnachten bis zur Zeit vor Weihnachten geht, hinterlassen ihre Spuren – wie soll man denn nun in 5 Tagen auf Harmonie umschalten? Es ist endlich Zeit, lange zu schlafen, mal wieder fotografieren zu gehen, die Arbeiten zu erledigen, die im neuen Jahr irgendwie fertig sein müssen (mit anderen Worten: Urlaubsbeseitigungsmaßnahmen) und dann kommt da noch der Anspruch, dass möglichst alle Angehörigen ein angenehmes Fest erleben möchten. Diesen Anspruch zu erfüllen ist Arbeit. Es beginnen Welten aufeinanderzutreffen, die sich in der gesamten Zeit zwischen dem letzten Fest und dem kommenden Fest auseinandergelebt haben – und dazwischen sind die Moralapostel, die „Harmonie“ und „Besinnlichkeit“ wie eine Monstranz vor sich hertragen. Ja, so kann man an Weihnachten auch Hass, zumindest auf diese Art und Weise der Ignoranz empfinden. Das letzte Jahr war anstrengend – lasst es uns ausklingen lassen, ungezwungen bei einem Bierchen mit Freunden. Das wesentlich gezwungenere Weihnachten feiern wir dann im Februar nach, wenn es reinpasst. Wie wärs?