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Netzwerkdrucker offline – nach dem Login

tl;dr: SNMP im Drucker aktivieren, oder wenn das nicht geht, am Druckerport in den Windows-Druckerservereinstellungen deaktivieren.

Es gibt Abende, da könnte man sich selbst ohrfeigen. Und irgendwie auch nicht, weil man sich fragt, wie man da hätte eher drauf kommen können. Aber von vorn.

In der Firma gibt’s einen neuen Farblaser-Multifunktionsdrucker, der die Disziplinen Scannen, Kopieren, Drucken und Faxen beherrscht. Ein klassisches Büro-Arbeitstier eben. Und den wollte ich gern auf allen Rechnern ausrollen. Das Kind hört auf den Namen mufu03, und ist eigentlich ein Lexmark MC2535adwe. Mit mehreren Papierzuführungen, Duplexer und solchen Spielchen. Also eigentlich was ganz feines.

Nun hat Lexmark dafür ein ebenso feines Konfigurationsprogrämmchen entwickelt, mit welchem man den Treiber inklusive einer oder mehrerer Druckerkonfigurationen ausrollen kann. Und genialerweise dazu noch einen weiteren Druckertreiber, mit welchem man gleich digital faxen kann. Direkt aus jeder Anwendung also an den virtuellen Faxdrucker drucken, dann ploppt ein Fenster mit der Empfängerabfrage auf, und anschließend schickt der Drucker das Fax raus. Soweit, so toll. Theoretisch.

In der Praxis sieht das so aus: Faxdruckertreiber installiert, im Installationsprozess wird der MuFu gefunden, auch mit korrekter IP. Auswählen, weiter, weiter, ja, okay, fertig. Und dann: Drucker offline. Da kann ich Testseiten drucken, wie ich will. Nix. Aber anpingen kann ich das Ding.

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OneNote-Backup, nun in effizient

Vor einer ganzen Weile habe ich mich schon einmal darüber ausgelassen, dass das so mit den Backups unter OneNote nicht schön ist. Eine Art Versionierung wollte ich haben, damit ich cloud-unabhängig auch bei versehentlichen Löschungen nichts verliere. Bisher gab es also eine Liste mit Abschnitten, die aus dem Notizbuch auf OneDrive geglaubt wurden, heruntergeladen und anschließend archiviert. Das wurde spätestens beim zweiten Notizbuch unübersichtlich, und ein neuer Ansatz musste her; skalierbar bitte:

Ein neues Microsoftkonto, mit dem die zu sichernden Notizbücher geteilt werden, wird über die API benutzt. Sinn dahinter: alle Notizbücher, die mit diesem Konto geteilt sind, werden heruntergeladen. Und weil ich mich nun einmal aufraffen konnte, das ganze neu zu entwickeln, ist jetzt auch die Liste mit den Abschnitten hinfällig, sondern es werden einfach alle Abschnitte gesichert, die nicht in einer Unterkategorie gelandet sind. Letzteres nicht mit zu sichern ist dann primär meine Faulheit, hier noch eine Iteration einzubauen.

Jede Nacht wird das Backup ausgeführt, anschließend auf einen entfernten Webspace per rsync über SSH hochgeladen und in Folge dessen noch aufgeräumt, was sich angestaut hat. Das meint: Backups älter als drei Wochen werden auf dem entfernten Webspace gelöscht, Backups älter als drei Tage auf dem Server selbst. Wie das Ganze nun funktioniert, versuche ich, schrittweise aufzuzeigen:

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SoftEther-VPN an bestimmte IP binden

(english: bind softether vpn to specific ip – english tl;dr below the german part)

Bei der Absicht, einen SoftEther-VPN-Server einzurichten, stieß ich auf das Problem, dass Softether die relativ intelligente NAT-Traversal mit dem HTTPS-Port 443 begeht. Nun ist es ja nicht so, dass ich diesen Port nicht bräuchte, und auch nicht nur SoftEther auf dem System laufen habe. Kurzum: es gibt einen Konflikt zwischen SoftEther und meinem HTTPS-Server (nginx); beide wollen Port 443 belegen.

Mein Wegbereiter auf dem Weg zur Lösung: der Server hat mehrere IPv4-Adressen auf eth0. Eine davon wird nur für den VPN fortexistieren, sodass mein Ziel folgendes Setup ist:

192.168.2.100 -> auf Port 443 antwortet der Webserver
192.168.2.200 -> auf Port 443 antwortet SoftEther

Nun ist es eigentlich Usus, dass sich eine Software an ein bestimmtes Interface oder eine bestimmte IP binden kann, damit genau in so einem Fall die Trennung der Portbelegung sauber geklärt werden kann. SoftEther kann das leider nicht; entsprechende Pullrequests sind seit Ewigkeiten ungemerged.

Es muss aber eine Lösung geben – und zwar schon lange, bevor SoftEther oder nginx ein Datenpaket abbekommen.

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Morgendliche Intelligenzabstinenz, ganz alternativ

Vorwarnung: unter Umständen ironiegeladener als sonst.

Mir wäre unklar, was für eine Blutdrucksteigerung sorgen sollte, wenn die Existenz der intelligenzpausierenden Wesen in meiner Umwelt nicht gegeben wäre. Einem Großteil derer, deren Verhalten ich für äußerst kritikwürdig halte, möchte ich gar keine grundsätzliche Beschränktheit unterstellen – nur setzt scheinbar der Verstand häufiger mal aus. Ein kleines Beispiel aus der Praxis:

Früh, Punkt 8, Hauptbahnhof. Letzter Wagen in der S-Bahn, abwartend auf die Weiterfahrt nach dem kurzen Anschlussaufenthalt inklusive guter Einsehbarkeit des trist-grauen Nichtraucherbahnsteigs mit viergeteilten Müllbehältnissen. Eine Gruppe jugendlicher Südländer, um die 20, scheinbar mit Zustiegsabsicht, befinden sich rauchend auf dem Nichtraucher-Bahnsteig. Wenngleich sich die 5 Personen vermutlich befreundet bekannt sind, betreten sie die S-Bahn getrennt. Der in Nike-Sporthosen und eine von eben dieser Marke produzierten Jacke gekleidete junge Herr steckt lässig im Gehen seine Zigarettenschachteln ohne aufgedruckte Schockbilder in die Brusttasche seiner Funktionskleidung, während sein vermutlicher Landsmann auf dem Bahnsteig seine Zigarette lieblos auf dem Mülleimer ausdrückt und anschließend über dem Mülleimereinwurf für Papierreste der Gravitationskraft überlässt. Als ob nichts wäre, betritt er gemeinsam mit den restlichen drei Personen die S-Bahn. Wie kann man so fahrlässig agieren? Es wird mir auf ewig unklar bleiben.

Viel interessanter, als ihre Herkunft oder ihr Umfeld ist aber deren Auftreten: Jogginghosen, Markenklamotten, demonstrative Lässigkeit. Welche Wahrnehmung sie damit provozieren möchten, lässt sich mir leider nicht erschließen. Nun sind inhalierende Nikotin-Konsumenten im Prinzip für einen leidgeprüften ÖPNV-Zwangsnutzer wie mich nicht unbekannt; ab elf Uhr in später Nacht sollte man sich auf die Anwesenheit derartiger Gestalten auch innerhalb von Straßenbahnen einstellen.

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Gib mir meinen Glauben, und lass das Licht aus

Die Menschheit braucht ihre Illusion, und auf keinen Fall darf da irgendeine Entzauberung stattfinden – ab dann wirds ungemütlich. Selbst wenn man nicht wie der Schriftsteller Charles Bukowski, der von der anderen Seite des großen Teichs kommt, gleich im ganzen Leben eine durch Alkoholmangel hervorgerufene Illusion sieht, lässt sich der Illusionsversuch spätestens im Privatfernsehens-Vorabendprogramm nicht mehr leugnen. Wo dann gleich echte Einsatzkräfte auf Basis von echten Fällen handeln, und dann eine geschlagene Stunde Tatütata, Tränendrüsenstimulation und künstliche Stressübertragung auf den Zuschauer folgen. Dass die Einsatzkräfte echt sind, mag sein, immerhin kann man sie theoretisch anfassen; es sind ja keine Computeranimationen. Das sie auch nur annährend im realen Fall verwickelt waren, ist nicht bestätigt; ebensowenig dass der Drehbuchautor nicht die Basis des Falls als Einladung empfunden hat, bildlich gesprochen einen sehr überhängenden Aufbau zu erschaffen. Anders ausgedrückt: Wenn die Autobahnpolizei anrückt, um Verletzte zu finden, heißt das ja noch lange nicht, dass es den Überschlag des Autos wirklich gab, sondern lediglich, dass in der ganzen Geschichte eine wahre Basis (Verletzte auf der Autobahn) ist. Vielleicht war das Opfer auch tot, und die Reanimation fand nie statt, alles lief vielleicht ganz ohne Stress. Oder waren viel mehr Teilnehmer verwickelt, aber das gab die Schauspielermenge nicht her. Was auch immer dem Autor als Vorlage gedient hat, er verstand es gut, die Illusion zu erzeugen, sein Werk sei die Realität. Von der omnipräsenten Kamera, die selbst bei wildesten Schlägereien unter vermeintlichem Drogeneinfluss nie angegangen wird, sprechen wir lieber nicht erst. Mit anderen Worten: „echte Einsatzkräfte auf Basis echter Fälle“ sagt im Grunde erstmal gar nichts über die Realität der dargestellten Handlungen aus.

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Schneller, höher, weiter – aber doch nicht ich!

Der Schauplatz zu Beginn des kleinen Einblicks in meine Gedankenwelt, der sich heute ergibt, ist ein Einkaufstempel im Januar, irgendwo in Deutschland, aber immer noch in meinem Aktivitätsradius. Es ergab sich, dass ich zeitkritisch etwas benötigte, was sich in der kurzen Zeit online nicht beschaffen ließ. Kein Am-Besten-vor-zwei-Minuten-Stress, aber ausreichend, um es innerhalb von 24 Stunden in den Händen zu halten – Elektronikware, Standardprodukte, zu bekommen in jedem Laden mit dem großen orangen Planeten oder dieser rot-weißen Hypnosespirale. Leider kein freistehender Markt, sondern Teil einer unsäglichen Einkaufsladenaneinanderreihung, die von Mode über Discounter und Gummibärchenspezialitäten (sic!) eben auch einen solchen Versorger für Waren des täglichen IT-Bedarfs bereithält. Mein Retter in der Not, wenn es mal schnell gehen muss, man aber nicht selbst zahlen muss, und aber heute noch eine Office-Lizenz braucht. Und der Auftraggeber aus unerfindlichen Gründen nicht online bestellen will.

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Die Nachfolger, gefangen in der Unendlichkeit

Mit schrecklicker Normalität beginnt jener Morgen – wie jeder dieser Gattung – Mittwoch früh, irgendwann vor um sieben, in einer öffentlichen Straßenbahn meines lokalen öffentlichen-Personennahverkehr-Betreibers. Gut betankt mit dem vergötterten Bohnengetränk, das sich jetzt in irgendeiner Weise noch bemüßigt fühlen sollte, das enthaltenene Aufputschmittel die enthaltene Start-in-den-Tag-Droge in die Blutbahn abzugeben. Bevor man überhaupt dazu kommt, daran zu denken, wie lange denn die Halbwertszeit von Koffein ist, und warum man eigentlich immer noch nicht im Großhandel die vergrößerte Variante der Familienpackung Kaffeepulver erworben hat, beginnt schon beim gemeinschaftlichen Warten an der Haltestelle mit Leuten, die man jeden Morgen sieht, aber nicht kennt – und unter Umständen gar nicht kennen lernen will – eine Form des Anfalls von gesellschaftskritischem Denken, oder zumindest ein Ansatz dessen; im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten vor 7 Uhr.

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OneNote-Notizbuch aus OneDrive – Backupstrategie zur Archivierung

ACHTUNG: Es gibt eine verbesserte und aktualisierte Fassung der hier aufgezeigten Möglichkeit!

Wie bereits beschrieben, landen bei mir alle OneNote-Notizbücher in der Wolke – genauer bei Microsofts OneDrive. Und genau von dort würde ich die gern sichern, um „Fehlbedienungen“ vorzubeugen, denn auch Löschungen werden synchronisiert. Dazu ist mein Plan folgender:

  • OneNote synchronisiert sich mit OneDrive.
  • OneDrive wird regelmäßig auf einen Linux-Server gebackuppt.
  • Dieser Server wird nächtlich zu mir nach Hause gebackuppt, somit also auch die OneNote-Notizbücher.

Zum ersten Punkt muss ich nichts weiter sagen – einfach OneNote mit einem Winzigweich-Konto verknüpfen, und auf gehts. Ergebnis ist folgendes:

Übersicht der Notizbücher
Übersicht der Notizbücher

Und darin verbirgt sich auch schon das Problem. Der oben in der grauen Leiste sichtbare Button „Herunterladen“ verschwindet prompt, wenn man ein Notizbuch markiert. Warum? Das liegt daran, dass ein OneNote-Notizbuch eigentlich gar keine Datei ist, sondern effektiv ein Ordner, in dem für jeden Abschnitt eine .one-Datei liegt, also Mathe.one und Latein.one.

Mein Ansatz bis hierher war, einfach den Ordner per OneDrive-API (also einer speziellen Programmierschnittstelle) auf meinen Server herunterzuladen. Nur leider gibt es nur eine Möglichkeit, Dateien von OneDrive per API herunterzuladen, aber keine Ordner. Das bedeutet also, ich muss für jeden Abschnitt die Datei /Dokumente/Schule/<Fach>.one herunterladen – ein großartiges Chaos, oder „große Soße“, wie eine einzelne Person in meinem Umfeld jetzt sagen würde. Und um diesen Prozess zu automatisieren, braucht man definitv Vorkenntnis – für den gemeinen Laien ist hier Schluss, vermute ich. Und das ist schlecht, denn Backups sind wichtig.

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Über Microsofts Definition von „alt“ – Surface Pen unter Windows 10

Mein mobiler Arbeitssklave, das Surface Pro 3, ist nun bereits in den Gedanken der Firma WinzigWeich (böse Zungen sprechen auch von Micro$oft) im amerikanischen Redmond angestaubt und solle doch bitte durch das Surface Pro 4 ersetzt werden, das neben internem technischen Fortschritt auch einen neuen Stift bietet. Leider ist aber mein finanzielle Situation eine andere als die der Herren Gates, Ballmer oder Nadalla, weshalb ich für meinen Teil bis zum endgültigen Ableben des Gerätes bei meinem Pro 3 bleiben will. Genau das versucht Microsoft aber offenbar, mir auszureden. So ist es unter Windows 10 Pro, welches ich in Kombination mit meiner Raspberry-Pi-Samba-Domäne verwende, nicht mehr möglich, die Aktion beim Drücken des hinteren Stiftknopfes auszuwählen. Bisher war es so, dass man am hinteren Ende des Stiftes wie bei einem Kugelschreiber drücken konnte, allerdings keine weitere Mine und glücklicherweise schon gar keine Miene zum Vorschein kam, sondern dem Surface per Bluetooth mitgeteilt wurde, dass es bitte einen neuen Abschnitt in OneNote anlegen und öffnen möchte. Das ist seit der Installation von Windows 10 bzw. dem Erhalt eines Austauschgerätes nach einem Garantiefall mit vorinstalliertem Windows 10 nicht mehr möglich; es öffnet sich immer die ungewollte kostenlos-Variante von OneNote im Windows-App-Stil und nicht die nebenbei installierte, vollwertige Variante von OneNote 2016. Und das ist nur änderbar, wenn man den neuen Stift (aus der Generation des Surface Pro 4) kauft und am Surface Pro 3 einsetzt. Ansonsten wird in der dazugehörigen Einstellungsapplikation einfach keine Option angezeigt, die Aktion bei Stiftdruck zu ändern. Da ein neuer Stift aber gut und gerne 50€ kostet, und ich keinen Grund sehe, wegen einem virtuellen Radierer am Stiftende drei Kästen Wernesgrüner inklusive Pfand zu investieren, wollte ich bei meinem alten und funktionierenden Stift bleiben und eine Lösung finden.

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Digitale Mitschrift, aber womit?

Wie bereits angedeutet, möchte ich nun mit meinen Absichten konkreter werden. Ziel des gesamten Projekts soll es sein, digitale Mitschriften erfolgreich umzusetzen und mit selbigen sinnvoll lernen zu können. Dazu ist das Ziel folgendes:

  • klare Unterteilung des Systems in einzelne Fächer (z.B. Mathe, Deutsch, Geschichte) und Abschnitte (Grenzwerte von Funktionen, Bruchtherme und Gedichtsinterpretation)
  • die Inhalte müssen druckbar sein
  • Bearbeitung sollte zu Hause am Desktop-PC möglich sein, in der Schule möglichst mit einem mobilen Gerät > Telefon
  • Handschriftliche Mitarbeit, welche anschließend oder direkt digitalisiert wird, ist ein Gegenargument gegen die Fraktion der Handschriftverheiliger und sollte möglich sein.
  • Die Mitschriften dürfen nicht länger als ein Papiermitschrift dauern und sollte sinnvoll mit digitalen Mehrwertinhalten (toller Begriff!) wie Bildern, Karten und ähnlichen Pixelhaufen gefüllt werden können.
  • Formeln und derartige Formatierungsherausforderungen müssen einfach einfügbar oder zumindest digital-handschriftlich ergänzbar sein.
  • Ausgeteilte Arbeitsblätter müssen integriert werden.

Und damit begann die Suche. Und endete folgendermaßen:

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