Nach dem ich bei heise.de (Abruf am 29.08.2013 14:40) mal wieder von den Diskussionen um Windows 8 und Sicherheit lesen durfte, reicht es mir langsam. Klar, ich rate jedem zu Windows, der Apple nicht mag und Linux nicht versteht (oder verstehen will). Aber was ist die Alternative? Derzeit ist kaum Linux im Normalanwender-Heim vertreten. Natürlich ist es klar, dass Windows sehr einfach zu bedienen ist, und auch sehr viel Software für Windows vorhanden ist. Allein schon Office und da speziell PowerPoint ist ein mächtiges Tool.

Aber? Genau hier geht das Problem los. Windows ist, genau wie Mac OS X geschlossene Software, es liegt eigentlich kein Quellcode offen. Keiner weiß, was bei Updates wirklich eingespielt wird. Es ist doch auch sinnlos, seine Mails zu verschlüsseln, wenn man Outlook nutzt. Ich möchte keinem etwas unterstellen, aber ein reines Gedankenspiel zeigt schon, dass hier keiner wirklich weiß, was vor der Verschlüsslung alles passiert. Nehmen wir an, ich nutze ein Add-on zur Verschlüsslung, dann wird das Ganze im Sendeprozess verschlüsselt. Was sollte jetzt schon mal ein anderes Add-on oder gar (Nein, es ist nur ein Gedankenexperiment – bitte nicht darauf festnageln!) Outlook selbst daran hinden, die Mail vorher abzugreifen, und abzulegen oder gar auf einen anderen Server zu senden? Hier liegen schon mal Vorteile von Open Source: Es würde auffallen, wenn sich dort ein Stückchen redefreudiger Code festgesetzt hätte. Nur was soll man tun, wenn man unter Debian trotzdem in die Non-Free-Kiste greifen muss? Wenige Hersteller stellen freie Treiber für ihre Geräte. Von der LAN-Karte und WLAN einmal abgesehen wird das langsam, aber für die ganzen WLAN-Adapter hier bin ich noch nie ohne non-free ausgekommen. Auch Skype und Co. liegen nur in Non-Free, also weiß man auch nicht genau, was hier Sache ist. Wie heißt es denn so schön? Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Aber alle „fressen“ Windows und Skype? Office hat fast jeder, und am besten noch Bankingsoftware von großen Firmen? Wer etwas nutzt, sollte wissen, was es ist. Und ich kann von der Kenntnis der (Achtung, Ansichtsfrage!) schönen Oberfläche einer Software wirklich nicht wissen, was hinter der Fassade steckt. Wolf im Schafspelz oder doch freundlich und sicher?

Absolute Sicherheit ist ein Traumdenken, und das Begehren nach Sicherheit ist ein ewiger Kampf und eine dauerhafte Flucht.

In dem Sinne gehe ich jetzt mal weiter skypen, es geht nicht anders. Keiner will zu XMPP wechseln. Grml. Ich werde einfach knallhart aussteigen. Ist aber auch keine „schöne“ Lösung, jaja.

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