Hmm. Ein ganz normaler Tag, ich warte auf die Straßenbahn, um den Heimweg anzutreten. Ein Blick  auf die Informationstafel verrät, dass es wohl noch ein Weilchen dauert, bis die „Tram“ da wäre. Es ist nichts neues, dass die Deutsche Sprache in ihrer Vielfalt Zuwachs bekommt. Die Anzahl der Fremdwörter steigt. Ich gehe also in den „Back-Shop“ (heißt Wort-wörtlich ja eigentlich „Zurück-Laden“), um mir ein Brötchen zu kaufen. Die Tram kam auch schon, nach dem ich den Laden verließ. Im weiteren Tagesverlauf telefonierte ich per Smartphone (wer merkt was?) mit meinem „Friend“ F., der mir erzählte, dass er sich das tolle neue Windows 8 gedowngeloadet hat. Ge-Down-Ge-Loadet? Das soll Deutsch sein? Soooo einfach geht’s mit mir nicht. Ich beende das Gespräch, und sichere im zu, später wieder anzurufen. „Call me Maybe“ heißt das im (Fach-)neudeutschen. Zurück zum downloaden:

ich downloade, ich habe downgeloadet

(http://www.duden.de/rechtschreibung/downloaden); Abruf 09.11.2012 14:15)

Also habe ich Windows 8 downgeloadet? Eine eigenartige Form des Partizips II, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Leider hat auch das moderne Leben nur noch mit Denglisch zu tun:

  • Ich gehe shoppen, denn einkaufen ist out.
  • Ich bin auf Google Plus, weil „Social Networks“ toll sind. Sozial? Netzwerk? Ein Netzwerk und sozial? Das ist wieder eine andere Geschichte :)
  • YouTube ist awesome! (OK, ist nicht meine Meinung, soll nur ein Beispiel sein!)
  • Die Jugendsprache: „Cool“, „Great“, „Nice“

Ist die deutsche Sprache am Aussterben? Liebe Leute: Für den Alltagsgebrauch ist es wirklich besser, sich für eine Sprache zu entscheiden. Wieder ist es etwas anderes, wenn es sich um Eigennamen oder Fachbegriffe handelt.

Thank you.

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