Lageveränderungen

Seit einer Weile ist es nun in die Mode gekommen, dass besonders junge Damen (und auch solche, die sich noch jung fühlen) als wichtigstes Werkzeug in der Straßenbahn ihr Smartphone mit sich führen. Schaut man früh in deren Gesichter, möchte man dieses Personen nicht näher kennen lernen, da das Gesicht ja bekanntlich der Spiegel der Seele sein soll – wenngleich auch bei ausreichend vielen Weiblichkeiten das eigentliche Gesicht von diversen Schönheitsverschlimmbesserungen verdeckt wird. Natürlich trifft das nicht auf alle Frauen zu, aber auf einen größeren Anteil derer, die ich häufiger sehen darf.

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Haare im Zug verloren

Unter Umständen kommt man über News-Aggregatoren wie news.google.de (aka Google News) auch auf die Seite der sächsischen Morgenpost. Auch wenn dieses nun nicht gerade zu den von mir zu lobenden Blättern gehört, scheint es doch sehr viele lokale Informationen zu bringen, die weit führen – so weit, dass sogar das Schicksal der Haarpracht von den Insassen eines Zuges thematisiert wird:

zwangsweise Aushaarung
zwangsweise Aushaarung

Das Bild ist ein Screenshot der Meldung zu einem Zugunfall, wie diese am 11.08.2015 13:31 abgerufen werden konnte; Markierung (rote Linie) erfolgte durch mich. Der Fehler (ist es überhaupt einer?) wurde bis heute nicht korrigiert.

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Frauenfeindliche Männerfeindlichkeit

Es gibt kaum ein Thema über das ich mehr aufregen kann, als Vergewaltigung der deutschen Sprache durch aberwitziges „Gender-Mainstreaming“. Übertreffen kann das nur noch der Profilierungszwang einiger Frauenrechtler_X_innen*schreibdiedochwieduwillst, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen. (Dass bei diesem Sprichwort neben einer Vergrößerung auch eine Geschlechtsumwandlung stattfindet, sollte jetzt keine Relevanz haben, und ist nur ein unterhaltsamer Nebeneffekt, den ich beim Korrekturlesen zufällig entdeckt habe – faktisch geht es mir um die Überbewertung diverser Thesen und Äußerungen oder anderer Dinge)

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Geschlechtsneutrale Vergewaltigung

Heute ist mal wieder irgendeine Wahl, und das ZDF sprudelt nur so vor gleichberechtigten Phrasen. Wählerinnen und Wähler wählen, Hamburgerinnen und Hamburger entscheiden, Politikerinnen und Politiker werden dies, das und jenes tun (oder auch nicht) und so weiter und so fort. Passend dazu erlaube ich mir, mal wieder Kritik am „Gendering“ zu äußern, welches ich nach wie vor und irgendwie schon immer nicht für sinnvoll erachte, da es in keinster Weise zu Gleichberechtigung führt, sondern ganz andere Probleme mit sich bringt.

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Was sprechen wir denn nun?

Na klar, Englisch muss unsere Verwaltungssprache werden. Warum bitte das? Warum soll sich ein Land nicht zu seiner Amtssprache bekennen? Ich gebe offen zu, dass Deutsch keine einfache Sprache ist. Eigentlich könnte Englisch allen (unfreiwilligen) Verachtern der deutschen Sprache nur helfen, denn der Apostroph hinter dem Namen und vor dem „s“ hat auf einmal seine Richtigkeit – Andrea kann „Andrea’s Getränke Markt“ so nennen, denn faktisch ist das schon englische Grammatik – der Apostroph, das durch Leerzeichen getrennte zusammengesetzte Substantiv…

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The other side of Deutsche Sprache

Hmm. Ein ganz normaler Tag, ich warte auf die Straßenbahn, um den Heimweg anzutreten. Ein Blick  auf die Informationstafel verrät, dass es wohl noch ein Weilchen dauert, bis die „Tram“ da wäre. Es ist nichts neues, dass die Deutsche Sprache in ihrer Vielfalt Zuwachs bekommt. Die Anzahl der Fremdwörter steigt. Ich gehe also in den „Back-Shop“ (heißt Wort-wörtlich ja eigentlich „Zurück-Laden“), um mir ein Brötchen zu kaufen. Die Tram kam auch schon, nach dem ich den Laden verließ. Im weiteren Tagesverlauf telefonierte ich per Smartphone (wer merkt was?) mit meinem „Friend“ F., der mir erzählte, dass er sich das tolle neue Windows 8 gedowngeloadet hat. Ge-Down-Ge-Loadet? Das soll Deutsch sein? Soooo einfach geht’s mit mir nicht. Ich beende das Gespräch, und sichere im zu, später wieder anzurufen. „Call me Maybe“ heißt das im (Fach-)neudeutschen. Zurück zum downloaden:

ich downloade, ich habe downgeloadet

(http://www.duden.de/rechtschreibung/downloaden); Abruf 09.11.2012 14:15)

Also habe ich Windows 8 downgeloadet? Eine eigenartige Form des Partizips II, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Leider hat auch das moderne Leben nur noch mit Denglisch zu tun:

  • Ich gehe shoppen, denn einkaufen ist out.
  • Ich bin auf Google Plus, weil „Social Networks“ toll sind. Sozial? Netzwerk? Ein Netzwerk und sozial? Das ist wieder eine andere Geschichte :)
  • YouTube ist awesome! (OK, ist nicht meine Meinung, soll nur ein Beispiel sein!)
  • Die Jugendsprache: „Cool“, „Great“, „Nice“

Ist die deutsche Sprache am Aussterben? Liebe Leute: Für den Alltagsgebrauch ist es wirklich besser, sich für eine Sprache zu entscheiden. Wieder ist es etwas anderes, wenn es sich um Eigennamen oder Fachbegriffe handelt.

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